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Neuer Abfallwirtschaftsplan in Wien


Wien hat für den Zeitraum 2025 bis 2030 einen neuen Abfallwirtschaftsplan sowie ein Abfallvermeidungsprogramm beschlossen. Gemeinsam legen sie fest, wie die Stadt Abfall vermeiden, gefährliche Stoffströme sicherer handhaben und wertvolle Materialien zurückgewinnen will, statt sie durch Verbrennung oder Deponierung zu verlieren. Zusammen markieren diese Strategien den Übergang von reiner Entsorgung hin zu einem zirkulären System. Weniger schädliche Stoffe gelangen am Anfang in den Kreislauf, die Behandlung wird in der Mitte gezielter, und am Ende entstehen nutzbare Produkte wie Wärme und Dünger.

Kurzfristig baut die Stadt Reparatur- und Wiederverwendungsangebote aus, verschärft die getrennte Sammlung gefährlicher Abfälle wie Batterien, Lösungsmittel und Elektrogeräte und modernisiert Anlagen rund um die Hauptkläranlage in Simmering. Ein zentrales Element ist dabei die Trocknung von Klärschlamm, die es ermöglicht, Phosphor später aus der Klärschlammasche zurückzugewinnen. Damit wird ein problematischer Abfallstrom zu einer strategischen Ressource, der Bedarf an weiten Transporten zur Entsorgung sinkt und die Belastung der Ascherückstände nimmt ab.

Diese Maßnahmen sind auch für die industrielle Umweltbelastung relevant, weil eine bessere Trennung und Substitution bereits im Vorfeld verhindert, dass schädliche Stoffe überhaupt in Restmüll und Abwasser gelangen. Sauberere Eingangsstoffe führen zu geringeren Spurenstoffgehalten in Rauchgasen und Rückständen aus Müllverbrennungsanlagen und zu weniger problematischen Inhaltsstoffen im Klärschlamm. Bei Starkregen reduzieren begleitende Projekte wie der Ausbau des Wiental-Hauptsammlers und verstärkte Pumpkapazitäten auf der Donauinsel zudem Mischwasserüberläufe, die sonst städtische und industrielle Schadstoffe in den Wienfluss, den Donaukanal und die Donau eintragen könnten.

Kurzfristig, bis etwa 2027, sind sauberere Stoffströme, weniger Überläufe bei Starkregen, transparentere Überwachung und effizientere Abläufe im Umgang mit gefährlichen Abfällen zu erwarten. Ab 2030 und darüber hinaus rechnet die Stadt mit einer geringeren industriellen Umweltbelastung, da lokal zurückgewonnener Phosphor abgebauten Dünger ersetzt, mit saubererer Luft und weniger belasteten Rückständen aus der Abfallverbrennung dank besserer Eingangsstoffe sowie mit widerstandsfähigeren Flüssen, weil Speicher- und Transportsysteme auf Starkregenereignisse ausgelegt sind. Insgesamt senken diese Effekte Gesundheitsrisiken, reduzieren langfristige Sanierungskosten und bringen Wien näher an die Ziele der EU für eine schadstoffarme Umwelt und eine Kreislaufwirtschaft.

Auch die Bevölkerung kann dazu beitragen, diese Vorteile schneller wirksam werden zu lassen. Die Nutzung von Reparatur- und Wiederverwendungsangeboten, die Entscheidung für nachfüllbare und reparierbare Produkte sowie die Abgabe gefährlicher Abfälle an offiziellen Sammelstellen sind wichtige Schritte. Ebenso hilft es, illegale Ablagerungen, ungewöhnliche Gerüche oder Verfärbungen von Gewässern zu melden und Bauphasen für den Ausbau von Kanälen und Pumpanlagen zu unterstützen, um langfristig sauberere Flüsse und sauberere Luft in der Stadt zu ermöglichen.


Literaturverzeichnis

“Wiener Abfallwirtschaftsplan Und Wiener Abfallvermeidungsprogramm 2025-2030.” Deutsch, 2025, www.wien.gv.at/umwelt/abfallwirtschaftsplan-abfallvermeidungsprogramm-2025-2030. Accessed 24 Sept. 2025.

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Über Mich

Jiwoo Jung ist ein südkoreanischer Schüler, der die American International School in Wien besucht. Er lässt derzeit sein Programm zur Vorhersage industrieller Umweltverschmutzung patentieren und arbeitet an der Veröffentlichung seiner Forschungsarbeit. Er plant, an der Universität Umweltwissenschaften zu studieren.

Österreichische Bewusstseins-kampagne gegen Umweltver-schmutzung

Jiwoo Jung

Wien, Österreich

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